Aus gegeben Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass in den Dämpfer der späten hydraulisch gedämpften Vordergabel keine Bremsflüssigkeit eingefüllt werden sollte. Die Gerätebeschreibung D624/1 spricht zwar von "Bremsflüssigkeit" aber damit ist in erster Linie mineralisches Hydrauliköl gemeint.
The original text in the Gerätebeschreibung D 624/1 is as follows (Issue 25.09.1944, page 49):
Als Dämpfungsmittel (für die Gabel) kommen Ölsorten in Frage, deren Viskosität nicht unter 2,74 °E (Engler-Grad) und nicht über 7,47 °E bei 16 °C liegt, wie z.B.:
Die Bremsflüssigkeiten dürfen nicht miteinander vermischt werden.
In both cases the word "Bremsflüssigkeit (brake fluid) is used. Was nicht direkt erwähnt wird ist die Tatsache, dass die "Volo-Bremsflüssigkeit" keine "normale" Bremsflüssigkeit ist, sondern ein dünnes mineralisches Hydrauliköl, während die bekannte "Ate-Bremsflüssigkeit" polyglycol basiert ist.
Es wird nur eindringlich davor gewarnt, die beiden Flüssigkeiten zu vermischen.
Die Verwendung von "normaler" polyglycol basierter Bremsflüssigkeit ist zwar möglich, verursacht aber bei heutigen Sammlerfahrzeugen nur Probleme:
Aus den genannten Gründen rate ich dringend von der Verwendung "normaler Bremsflüssigkeit" in der Vordergabel ab.
Also dünnes mineralisches Hydrauliköl. Die Originalspezifikation war bis zu 7,47 °E (Engler-Grad) bei 16 °C. Wenn man das auf heutige SI-Einheiten der kinematischen Viskosität umrechnet, dann kommt man auf etwa 54 mm²/s.
Das entspricht ziemlich genau einem modernen Motorrad-Gabelöl SAE 2,5. Ja, das
Zeug ist dünn.
Derartige Gabelöle sind im Motorradhandel und im Internet in
0,5 l Flaschen erhältlich. Die Füllmenge für eine Kettenkrad Gabel sind 115 cm³.
The 1/2 l bottle is enough for several
Kettenkrads.
So use a modern SAE 2.5 grade motorcycle front fork oil and the Kettenkrad's front fork will work fine.
It is not recommended to use a "thicker" fork oil. This will increase the damping forces and can damage the front fork.